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Checkliste für die perfekte Immobilienbesichtigung: Worauf Sie unbedingt achten sollten

  • Autorenbild: Josef  Bozdemir
    Josef Bozdemir
  • 21. Sept. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Dez. 2024

Die Besichtigung einer Immobilie ist einer der wichtigsten Schritte im Kaufprozess. Hier entscheidet sich oft, ob das Haus oder die Wohnung den eigenen Vorstellungen entspricht und ob der Kauf eine gute Investition ist. Doch welche Details sind bei einer Besichtigung wirklich entscheidend? In diesem Beitrag geben wir Ihnen eine umfassende Checkliste für die Immobilienbesichtigung an die Hand, mit der Sie keine wichtigen Punkte übersehen.

Ein Mann der Häkchen setzt in schwebende Boxen setzt und vor seinem Laptop sitzt

1. Der erste Eindruck: Lage und Umfeld der Immobilie

Bevor Sie die Immobilie überhaupt betreten, sollten Sie sich die Umgebung genauer ansehen. Schließlich verbringen Sie, wenn Sie die Immobilie kaufen, viel Zeit im Viertel und in der unmittelbaren Nachbarschaft.


Infrastruktur und Verkehrsanbindung

Wie gut ist die Immobilie angebunden? Gibt es in der Nähe öffentliche Verkehrsmittel, oder benötigen Sie zwingend ein Auto? Auch die Nähe zu wichtigen Einrichtungen wie Supermärkten, Ärzten, Schulen und Freizeitangeboten spielt eine zentrale Rolle. Überlegen Sie, ob die Lage Ihren Bedürfnissen entspricht – besonders, wenn Sie die Immobilie als Investmentobjekt betrachten. Weitere Tipps, wie Sie das perfekte Investmentobjekt finden, haben wir in einem anderen Beitrag zusammengefasst. Lesen Sie hier mehr.


Lärmbelastung und Umgebung

Ist die Immobilie ruhig gelegen, oder gibt es in der Umgebung störende Lärmquellen wie eine vielbefahrene Straße, Baustellen oder Bahngleise? Auch ein Flughafen in der Nähe kann ein Problem sein. Gehen Sie zu verschiedenen Tageszeiten durch die Nachbarschaft, um einen realistischen Eindruck von der Lärmbelastung zu bekommen.


Zustand der Nachbarschaft

Ein gepflegtes Viertel steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie. Achten Sie auf den Zustand der umliegenden Häuser und öffentlichen Flächen. Gibt es viele leerstehende Gebäude oder verfallene Häuser, kann dies ein Zeichen für eine sinkende Nachfrage sein.



2. Äußere Besichtigung: Zustand des Gebäudes

Der äußere Zustand der Immobilie gibt wichtige Hinweise darauf, wie gut das Gebäude gepflegt wurde und ob möglicherweise größere Sanierungen anstehen.


Fassade, Dach und Fenster

Schauen Sie sich die Fassade genau an. Gibt es Risse, Abblätterungen oder Feuchtigkeitsspuren? Das kann auf Bauschäden hindeuten. Auch das Dach sollte in einem einwandfreien Zustand sein – lose Ziegel oder veraltete Dachkonstruktionen können zu erheblichen Reparaturkosten führen. Prüfen Sie außerdem, ob die Fenster gut isoliert sind und keine Feuchtigkeit durchlassen. Moderne, gut isolierte Fenster sind zudem ein wichtiger Faktor für die Energieeffizienz des Gebäudes.


Außenanlagen und Grundstück

Wie ist der Garten oder das Grundstück gepflegt? Achten Sie auf den Zustand von Wegen, Zäunen und Grünflächen. Besonders bei Häusern ist auch die Größe und Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks wichtig – überlegen Sie, ob es Ihren Ansprüchen genügt und ob es eventuell mit zusätzlichen Kosten, z.B. für Gartenpflege, verbunden ist.



3. Die Innenbesichtigung: Raumaufteilung und Zustand der Immobilie

Der Innenbereich einer Immobilie ist oft entscheidend für die Kaufentscheidung, da er den alltäglichen Lebenskomfort maßgeblich beeinflusst. Achten Sie bei der Besichtigung auf folgende Punkte:


Raumaufteilung und Größe

Stimmen die Anzahl und die Größe der Räume mit Ihren Anforderungen überein? Achten Sie darauf, ob die Raumaufteilung praktikabel ist – zum Beispiel, ob Sie genügend Platz für eine Küche, ein Büro oder ein Gästezimmer haben. Auch der Zuschnitt der Räume sollte funktional sein.


Wände, Böden und Decken

Prüfen Sie den Zustand der Wände, Böden und Decken auf Feuchtigkeit, Risse oder Flecken. Feuchte Wände können auf größere Probleme wie schlechte Isolierung oder Schimmelbefall hinweisen. Alte Bodenbeläge oder abgenutzte Deckenverkleidungen deuten oft auf baldige Renovierungsarbeiten hin.


Haustechnik und Sanitäreinrichtungen

Veraltete Haustechnik kann zu einem großen Kostenfaktor werden. Prüfen Sie den Zustand der Heizungsanlage, der Elektrik und der Sanitärinstallationen. Sind diese bereits modernisiert, oder müssen größere Investitionen eingeplant werden?



4. Energieeffizienz und Nebenkosten

Die Energieeffizienz einer Immobilie ist nicht nur aus Umweltsicht wichtig, sondern wirkt sich direkt auf Ihre Nebenkosten aus.


Energieausweis

Der Energieausweis gibt Ihnen Auskunft über die Energieeffizienz der Immobilie. Achten Sie darauf, wie hoch der Energieverbrauch ist und ob es Sanierungspotenzial gibt, um die Effizienz zu verbessern. Eine schlechte Energieklasse bedeutet in der Regel höhere Heizkosten und möglicherweise teure Nachrüstungen, um den modernen Standards gerecht zu werden.


Heizungs- und Dämmstandard

Moderne Heizungsanlagen und eine gute Dämmung sind das A und O für niedrige Heizkosten. Prüfen Sie, ob das Haus oder die Wohnung ausreichend gedämmt ist – sowohl an den Außenwänden als auch im Dach- und Kellerbereich. Veraltete Heizungen und mangelhafte Isolierung können hohe Folgekosten verursachen. Weitere nützliche Hinweise zur Energieeffizienz finden Sie auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.



5. Versteckte Mängel und potentielle Probleme: Augen auf bei der Besichtigung

Selbst bei der gründlichsten Besichtigung können Laien nicht immer alle Mängel sofort erkennen. Deshalb ist es ratsam, sich bei Unsicherheiten von einem Sachverständigen oder Gutachter begleiten zu lassen.


Feuchtigkeit und Schimmel

Feuchtigkeit und Schimmel sind oft schwer zu entdecken, können aber langfristig zu großen Problemen führen. Achten Sie auf muffige Gerüche oder feuchte Stellen an Wänden und Decken. Lassen Sie sich nicht von frisch gestrichenen Wänden täuschen – manchmal versuchen Verkäufer, Feuchtigkeit oder Schimmel damit zu kaschieren.


Bauschäden und Renovierungsbedarf

Auch wenn die Immobilie auf den ersten Blick gut aussieht, könnten im Inneren strukturelle Probleme lauern. Besonders bei älteren Gebäuden können Bauschäden wie Setzrisse, undichte Dächer oder marode Fensterrahmen zu kostspieligen Renovierungen führen. Nehmen Sie sich Zeit, um jeden Raum sorgfältig zu prüfen, und fragen Sie den Verkäufer oder Makler nach bereits durchgeführten Sanierungen.



6. Dokumentation und rechtliche Aspekte

Bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen, sollten Sie auch die rechtlichen Aspekte der Immobilie prüfen.


Grundbuchauszug

Fordern Sie einen aktuellen Grundbuchauszug an. Dieser gibt Auskunft darüber, ob auf der Immobilie Lasten wie Hypotheken oder Dienstbarkeiten liegen, die Ihre Nutzung einschränken könnten.


Baupläne und Genehmigungen

Besonders bei geplanten Umbauten oder Erweiterungen ist es wichtig, die Baupläne und eventuelle Genehmigungen einzusehen. Prüfen Sie auch, ob alle Anbauten legal errichtet wurden und keine baurechtlichen Konflikte bestehen.



Fazit: Eine gründliche Besichtigung als Schlüssel zur Kaufentscheidung

Eine sorgfältige Immobilienbesichtigung hilft, potenzielle Mängel und versteckte Probleme frühzeitig zu erkennen. Mit einer gut strukturierten Checkliste für die Immobilienbesichtigung und den richtigen Fragen können Sie sicherstellen, dass Sie eine fundierte Entscheidung treffen. Nutzen Sie die Gelegenheit und ziehen Sie Experten hinzu, wenn Unsicherheiten bestehen.




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